Heute wollen wir euch den Jun Chiyabari Teegarten vorstellen, einen unserer ersten Zulieferer. Der im wunderschönen Nepal liegende Teegarten produziert hochwertige Tees auf moderne und naturnahe Weise. Über einen Ausnahmeteegarten im Himalaya.
Jun Chiyabari und die Anfänge von Friends of Tea

Als Friends of Tea gegründet wurde, haben wir ganz klein angefangen. Wir mussten Teegärten finden, die bereit waren, uns nur kleine Mengen Tee zu schicken. Einer dieser Teegärten ist Jun Chiyabari. Nur 4 kg war unsere erste Bestellung groß, eine Menge, die für die meisten Produzenten lachhaft ist. Der Teegarten und die beiden Brüder Lochan und Bachan, welche den Garten gründeten, glaubten aber an uns und unsere Vision einer nachhaltigen Teewelt. Die beiden Brüder stammen ursprünglich nicht aus der Landwirtschaft, aber ihre Liebe zum Tee brachte sie dazu, ein Stück Land zu erwerben und sich ihrer Leidenschaft zu widmen. Einen besonders großen Fokus legt der Teegarten dabei auf einen naturnahen, ökologischen Anbau.
Lage des Teegartens
Der Teegarten liegt im Osten Nepals im Bergland des Distrikts Dhankuta. Der Garten liegt auf rund 1650 bis 2200 Metern Höhe und umfasst etwa 90 Hektar Land[1]. Das Gebiet liegt westlich der nepalesischen Anbauregion Ilam und nicht weit von der berühmten Region Darjeeling. Das Klima ähnelt daher dem der so beliebten Region Darjeeling. Die Höhenlage ist ein weiterer Qualitätsindikator: Im kühleren Bergklima wachsen die Teepflanzen langsamer, was dem Aroma im fertigen Tee zugutekommt – es wird komplexer und ausgefallener.
Das macht den Jun Chiyabari Teegarten so besonders
Gute Teegärten gibt es in der Region des Himalaya viele. Aber es gibt wenige Teeproduzenten, welche so einzigartig und besonders sind, wie der Jun Chiyabari Teegarten. Hier ist der Grund dafür:
Hoher Fokus auf Nachhaltigkeit
Der Jun Chiyabari Teegarten wird seit jeher ökologisch bewirtschaftet[1] und orientiert sich an den Lehren des japanischen Mikrobiologen und Landwirts Masanobu Fukuoka[2]. Der Japaner, der seine Anbaumethoden als "Nicht-Tun-Landwirtschaft" bezeichnet, steht für eine an der Natur orientierte Landwirtschaft, welche darauf zielt, den Eingriff des Menschen in die Natur so gering wie möglich zu halten. Mit der Kombination bestimmter Pflanzen lassen sich so natürliche Kreisläufe kopieren und die Natur erhält sich fast wie von selbst.
Modernste Produktionstechnik

Im benachbarten Darjeeling setzen viele Produzenten noch auf Jahrzehnte alte Produktionsmaschinen. Diese stammen teilweise noch aus der britischen Kolonialzeit. Zugegeben, diese Maschinen funktionieren noch einwandfrei und es lässt sich prima guter Tee mit ihnen herstellen, von Innovation fehlt aber jede Spur. Der von Grund auf neu gegründete Teegarten investierte daher früh in hochwertige Maschinen aus Taiwan. Mit diesen Produktionsmaschinen ist es in Jun Chiyabari möglich, sowohl altbewährte Teesorten als auch innovative und neue Tees zu produzieren. Tees wie unser Imperial Black sind für die Region des Himalaya ein außerordentlich ungewöhnlicher Tee. Mit dem Wissen und Know-how von Teemeistern aus Taiwan, Japan und Indien wurde dieser wundervolle, großblättrige und aromatische Schwarztee kreiert.
Innovatives Handeln
Neben der neuartigen Technik streben die Menschen in Jun Chiyabari auch danach, stets neues Wissen zu erlangen, innovative Sorten zu kreieren und dem Standort Nepal in der Teewelt ein Stück mehr Bedeutung zu geben. Während die Nachbarn in Darjeeling immer die gleichen Teesorten herstellen, ist man in Jun Chiyabari bereit, Experimentierfreude an den Tag zu legen und an neuen Teesorten zu tüfteln.
Teeanbaugebiet Nepal - vom Underdog zum Superstar

Lange Zeit hatte Nepal nur eine geringe Bedeutung für den Teehandel. Die wenigen Farmen, die Teeblätter produzierten, brachten diese nach Indien, wo sie nur wenig Geld dafür erhielten. Während des Transportes wurden die frischen Teeblätter oft beschädigt, wodurch die Qualität stark litt. Der aus Nepal stammende Tee war meist minderer Qualität und fand wenig Beachtung.
In Nepal fehlte es einfach an der nötigen Infrastruktur und dem Wissen um die richtige Verarbeitung. Viele Produzenten in Nepal schütteten gedankenlos Chemikalien auf ihre Felder und schadeten so massiv ihrer Umwelt.
All dies änderte sich, als Entwicklungsprojekte gemeinsam mit Unternehmen den Teeanbau in Nepal förderten. Den Teegärten wurde nahegelegt, wie biologische Landwirtschaft funktionieren kann, es wurden Produktionsstätten gebaut und die Infrastruktur gestärkt. Nepal ist als Standort für den Teeanbau ideal. Das Klima ähnelt dem im berühmten Darjeeling.
Für die Landwirte erschloss sich so eine neue, stabile und profitable Einnahmequelle. Aber auch für den Teehandel hatte der Standort Nepal einen Vorteil. Die Teepreise im benachbarten Darjeeling stiegen immer weiter. Teilweise werden für Darjeeling Tee immense Summen verlangt, einfach weil der Tee einen gewissen Ruf mit sich bringt. Der Tee aus Nepal war dagegen wesentlich günstiger, während die Qualität immer besser wurde.
Die Gründung von Jun Chiyabari
Im Gegensatz zu vielen anderen Teegärten in Nepal wurde Jun Chiyabari nicht durch Anreize von außen, sondern aus purer Eigenmotivation gegründet. Anfang der 2000er-Jahre kauften die nepalesischen Brüder Lochan und Bachan Gyawali das erste Stück Land in der Region im Osten von Nepal[2]. Getrieben wurden die beiden von ihrer Liebe zum Tee und dem Willen, etwas Innovatives und Neues zu starten. Von Grund auf wurde aus dem Nichts ein großer Teegarten geschaffen. Von der Auswahl der richtigen Teepflanzen bis zur Beschaffung von Produktionsmaschinen und Mitarbeitern, alles musste von Grund auf neu gemacht werden. Dabei stand bei allen Schritten der Respekt gegenüber der Natur, den Menschen und der Gemeinschaft stets im Vordergrund.
Teesorten des Jun Chiyabari Teegartens

Der Jun Chiyabari Teegarten produziert eine Vielzahl verschiedenster Tees. Hauptsächlich wird hier schwarzer Tee produziert, hochwertige Sonderpflückungen von speziellen Grün-, Weiß- oder Oolong Tees werden aber auch hergestellt. Hier eine Auswahl der Teesorten des Jun Chiyabari Teegarten:
Schwarztee |
Grüntee |
Oolong Tee |
Weißer Tee |
|---|---|---|---|
| Himalayan Spring | Himalayan Evergreen | Himalayan Jade | Himalayan White |
| Himalayan Orange | Himalayan Pine | Himalayan Bouquet | Himalayan Tips |
| Himalayan Royale Handcrafted Tips | Himalayan Shiiba | Himalayan Mist | |
| Himalayan Imperial Black | Himalayan Green Souchong | Himalayan Moondrops | |
| Himalayan Royale Ruby | Himalayan Shilla | ||
| Golden Himalayan Royale Handcrafted Tips |
Erntezeitpunkte für Nepaltee
Es gibt sechs verschiedene Ernteperioden für Tee in Nepal, welche sich an den verschiedenen Jahreszeiten richten. Die Ernteperioden sehen wie folgt aus:
- Früher Frühling: März
- Frühling: April bis Anfang Mai
- Früher Sommer: Juni bis Mitte Juli
- Sommer: Mitte Juli bis September
- Herbst: Oktober & November
- Winter: Dezember
Die hochwertigsten Teesorten stammen aus der Frühlingsernte, wenn die Pflanzen nach der Winterruhe ihre gesamte Energie in die neuen Triebe stecken. Deshalb sind Tees der Frühjahrspflückung auch am meisten gefragt und am teuersten. Aber auch die Sommerernte, auch Second Flush genannt, kann mit hoher Qualität punkten. Der Second Flush ist meist würziger und kräftiger als der frische und helle First Flush.
Auch die Herbsternte, auch Autumnals genannt, hat eine gute Qualität zu niedrigen Preisen. Die Winter- und Zwischenpflückungen sind meist von niedriger Qualität.
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Quellen
- Jun Chiyabari Tea Garden: Offizielle Website (abgerufen 2026). junchiyabari.com
- Rare Tea Company: Farm Profile – the Jun Chiyabari Tea Garden (abgerufen 2026). rareteacompany.com









